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Medizintourismus in Polen in Zahlen

Länderübergreifende Inanspruchnahme ärztlicher Behandlungen ist ein globales Phänomen. Wenn medizinische Leistungen zu teuer sind oder der Zugang eingeschränkt ist (z.B. aufgrund mangelnder medizinisch-technischer Qualität oder auch zu langer Wartezeiten), versuchen die Patienten vermehrt, die Leistung im Ausland zu erhalten. Dieses Phänomen wird als Medizintourismus bezeichnet.

Polen ist schon seit längerem ein beliebtes Reiseziel ausländischer Patienten, die dort medizinische Leistungen in Anspruch nehmen. Schwerpunkte des polnischen Angebots sind zahnärztliche und Kurbehandlungen, Orthopädie und Rehabilitation, wobei sich Polen besonders für Langzeitaufenthalte eignet. Besonders hervorzuheben sind dabei die günstigen Preise vor Ort in Verbindung mit einem längeren Aufenthalt. Das breite Angebot an kulturellen Sehenswürdigkeiten sowie die Möglichkeit der Kombination einer Behandlung mit Urlaub und gute Verkehrsverbindungen machen Polen zu einem attraktiven Reiseziel.

Laut Untersuchungen des Instituts zur Erforschung und Entwicklung von Medizintourismus[1] sind 2018 ca. 180 000 Medizintouristen nach Polen gekommen, um dort eine medizinische Behandlung durchführen zu lassen. Mit 90 000 Besuchern kam dabei der größte Teil für zahnärztliche Behandlungen, gefolgt von 55 000 Gästen, die polnische Kuren in Anspruch nahmen. Einen immer größeren Stellenwert spielen Schönheitsbehandlungen, die von 25 000 Gästen genutzt wurden. Obwohl die Zahl von 10 000 Patienten in Krankenhäusern vergleichsweise niedrig ausfällt, spielt dieser Bereich aufgrund der höchsten aufgewendeten Kosten pro Patient dennoch eine wichtige Rolle im Medizintourismus. In jedem dieser Segmente machen deutsche Gäste den größten Anteil aus.

Die hierbei von Deutschen am meisten genutzte Leistung sind Kuraufenthalte. Polen verfügt über 46 staatlich anerkannte Kurorte, die strenge Kriterien erfüllen müssen.  Jeder von ihnen ist auf eine oder mehrere Krankheiten spezialisiert, wie z.B.: Ustroń Uzdrowisko auf kardiologische, neurologische und orthopädische Rehabilitation. Polnische Kuren haben eine sehr lange Tradition und basieren auf fundiertem wissenschaftlichen Wissen. Jeder Kuraufenthalt in Polen ist mit dem Besuch eines Arztes, der über Fachwissen der jeweiligen Behandlungsmethoden verfügt, verbunden. Das Personal spricht sehr oft deutsch.

Ebenfalls eine sehr wichtige Rolle spielen Langzeitrehabilitationseinrichtungen, die nicht nur wirkungsvolle Behandlungen anbieten, sondern auch Pflege rund um die Uhr in schönem Ambiente. Ein hervorragendes Beispiel hierfür ist das moderne Rehazentrum Trivita, das auch über eine Seniorenresidenz verfügt. Diese Kombination ermöglicht es, einen höchstmöglichen Versorgungsstandard zu garantieren.

Nicht nur für deutsche Patienten stellen zahnärztliche Behandlungen eine beliebte Dienstleistung dar. Polnische zahnärztliche Kliniken garantieren eine sehr hohe Qualität zu attraktiven Preisen. Dies liegt darin begründet, dass diese Praxen seit mehreren Jahren auf dem freien Markt agieren. Sie müssen Spitzenqualität und einen herausragenden Service anbieten, um sich in diesem Umfeld behaupten zu können. Die meisten Polen zahlen seit vielen Jahren ihre Zahnarztbehandlungen privat. Dies hat zur Folge, dass die Einrichtungen sehr gut ausgestattet sind und professionell auf die Wünsche der Kunden eingehen.

Weniger bekannt, aber dennoch erwähnenswert sind polnische Krankenhäuser, in denen man vor Ort eine komplizierte OP durchführen lassen kann und sofort anschließend mit intensiver Rehabilitation fortfahren kann. Dies ist besonders bei orthopädischen Operationen von Vorteil. Beispielsweise Vratislavia Medica bietet ein breites Leistungspektrum an.

Auch viele andere Angebote, wie beispielsweise Diagnostik, Schönheitsoperationen oder Augenbehandlungen werden in Polen angeboten und können uneingeschränkt empfohlen werden.

[1] Dies ist eine Non-profit Organisation, die einerseits die Vernetzung von Akteuren aus dem medizinisch-touristischen Bereich ermöglicht, andererseits wissenschaftliche Zwecke verfolgt.